fh004 (2)simonundjudas

Simon und Judas in Freiberg a.N.
war bis zum Brand 1970 eine alte und authentische Dorfkirche.
Jetzt ist sie vom Ballast der Geschichte befreit.

fh002 (2)web
fh007 (2)simonundjudas

Eine Besonderheit ist der Kanzelträger.
Der Künstler war kein geringerer als
Anton Pilgram.

fh012simonundjudas
fh018 (2)simonundjudas

Der rückwärtige Bereich mit der Orgel zeigt, dass Simon und Judas mit der alten Kirche nicht mehr viel gemeinsam hat. Was noch original ist, kann man nur hören, die Glocken hängen seit 500 Jahren am gleichen Platz.

Der einzige Farbtupfer im Eingangsbereich der Kirche.

fh016 (2)simonundjudas
fb001 (2)amandus

Das genaue Gegenteil ist St. Amandus
im Ortsteil Beihingen. Auf der Felsnase oberhalb einer Neckarschleife gelegen, schaut sie ins Württemberger Unterland hinab. Um sie ranken sich Legenden, wie das Eingreifen Gottes bei der Wahl eines geeigneten Standortes beim Bau dieser Kirche. Und tatsächlich scheint St. Amandus privilegiert zu sein. Der Wandel der Jahrhunderte ging fast spurlos an ihr vorüber.

www.amandus-gemeinde.de

fb080 (2)amandus
fb016 (2)amandus

Schon übermenschlich schön erscheint der Altar mit der Orgel.

fb037 (2)amandus
fb031 (2)amandus

Der rechte Teil des Innenraumes mit dem Taufstein 

fb063 (2)amandus

Das dies keine gewöhnliche Dorfkirche ist, zeigen die Wandgemälde.
St. Amandus war Grabgelege der örtlichen Fürsten.

fb041 (2)amandus
fb074 (2)amandus

Die Orgle von der Empore aus gesehen.

fb049 (2)amandus

Solche Fresken sind selten geworden, denn schon in früheren Jahrhunderten empfand man sie als “unschön” und sie wurden meistens übertüncht.
Ein Glück, dass die Beihinger nur wenige Verschönerungsmaß nahmen durchgeführt haben.

fb065 (2)amandus

Die Beihinger müssen ein ungebrochenes Verhältnis zu ihrer Geschichte haben, wenn sie jede Kleinigkeit in ihrer Kirche so liebevoll erhalten. Vielleicht war es der glückliche Umstand, dass Beihingen zu 2/3 reichsunmittelbar und nur zu 1/3 württembergisch war. In diesem Spannungsfeld konnten sie ihre Eigenarten pflegen und bewahren. So war zum Beispiel St. Amandus eine beliebte Heiratskirche, konnte man doch hier noch eine Ehe eingehen, die im württembergischen Ludwigsburg vielleicht nicht gestattet worden wäre.

St. Amandus ist eine unerschöpfliche Quelle für Kunsthistoriker. Absolut Sehenswert!

Nach Bietigheim